1. Einleitung
2. Geschichte und Entwicklung der Karcher Schraubenwerke
3. Friedrich Bernhard Karcher
Der Kreistag des Landkreises Merzig-Wadern hat in seiner Sitzung am 09. Oktober 2006 der Namensänderung unserer Schule zugestimmt. Ab sofort trägt die Schule den Namen Friedrich-Bernhard-Karcher-Schule Beckingen.
Wer war eigentlich dieser Mann, dessen Namen die Schule jetzt trägt? Er war ein Unternehmer im 19. und 20. Jahrhundert, der für Beckingen und Umgebung eine außerordentliche Bedeutung im wirtschaftlichen und sozialen Bereich erlangte. Im folgenden soll dies verdeutlicht werden.
Im Jahr 1858 wurde die Eisenbahnstrecke Saarbrücken – Trier in Betrieb genommen. Damit wurden die Bodenschätze der Region in größerem Umfang erschlossen; die schon lange an der Saar ansässige Hüttenindustrie erlebte einen stürmischen Aufschwung und neue Betriebe siedelten sich an, um die Erzeugnisse der Hütten weiterzuverarbeiten. Auch in Beckingen, das Sitz einer Bahnstation wurde, begann der wirtschaftliche Aufschwung.
In Beckingen befand sich über viele Jahrhunderte hinweg eine Niederlassung des Deutschherrenordens. Der Komtur des Ordens residierte in einem Schloss, das nach der Französischen Revolution und dem Niedergang des Ordens langsam verfiel. Zu der Komturei des Deutschen Ordens hatte eine Wassermühle – die so genannte Herrenmühle – gehört, die sich bis 1858 im Besitz der Witwe Magdalena Adele Méguin befand. Der Rentner Nikolaus Doudon aus Wallerfangen kaufte am 30.09.1868 für 6000 Taler die Herrenmühle, um dort einen kleinen Industriebetrieb zu gründen. Damit verschaffte er seinem Neffen Peter Hetzler, von Beruf Zivilingenieur, eine Existenz und sich selbst eine Kapitalanlage. Als weitere Firmeninhaber und Mitteilhaber fungierte der Ingenieur Ludwig Kolb. Am 04.07.1869 kam es zur notariellen Gründung der Firma Hetzler und Kolb. Am 15.06. des gleichen Jahres wurde von der Gemeinde die Konzession zur Gründung eines Industriebetriebes erteilt. Zunächst befasste sich das junge Unternehmen mit der Herstellung von Eisenkonstruktionen. Das Unternehmen entwickelte sich günstig. Da die beiden Geschäftsführer Hetzler und Kolb reine Techniker waren, fehlte ein Fachmann für den kaufmännischen Bereich, der in Gestalt von Friedrich Bernhard Karcher gefunden wurde.
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Beckingen um 1750 |
Friedrich Karcher |
Beckingen um 1890 |
Friedrich Bernhard Karcher stammte aus Saarbrücken und verlegte seinen Wohnsitz nach Beckingen. 1872 stieg er als Gesellschafter in die Firma ein, die seitdem den Namen Hetzler, Kolb & Karcher trug. Herr Doudon blieb Commandist. Noch im gleichen Jahr wurde auf Initiative von Friedrich Bernhard Karcher die Produktion von Schrauben ins Sortiment aufgenommen. Die Fabrikgebäude wurden erweitert, die bisher verwendete Wasserkraft wurde durch die Dampfmaschine abgelöst. Nach dem Tod von Herrn Doudon 1877 kam es zu einem neuen Gesellschaftervertrag, wonach Friedrich Bernhard Karcher jetzt 12 von 41 Anteilen besaß. In der Folgezeit nahm die Schraubenproduktion einen immer größeren Raum ein. Der Betrieb expandierte. 1882 waren 200 Arbeiter beschäftigt. In diesem Jahr schied Ludwig Kolb aus der Firma aus. Sie wurde jetzt unter dem Namen Hetzler & Karcher weitergeführt. Probleme in der Unternehmensführung gaben den Ausschlag, die Leitung unter einer Hand zu vereinen. Dies geschah in Form einer Versteigerung zwischen den Firmeninhabern am 21.05.1885. Friedrich Bernhard Karcher ersteigerte die Fabrik für 505.000 Mark. Um diesen Betrag aufbringen zu können, griff ihm sein Vetter Karl Ferdinand Stumm mit 80.000 Mark unter die Arme. Stumm wurde übrigens wegen seiner Verdienste um die saarländische Industrie geadelt.
Friedrich Bernhard Karcher übernahm am 09.06.1885 die Geschäftsführung der Firma alleine. Kurz danach beteiligte Karcher zwei neue Gesellschafter, und zwar Karl Roth, Ingenieur aus St. Johann, und Erich Schüler, Kaufmann aus St. Johann. Die Fabrik führte nun den Namen Karcher & Co. mit Sitz in Beckingen. Die beiden Mitgesellschafter, beide Jugendfreunde von Karcher, leiteten einen der Beckinger Fabrik vergleichbaren Betrieb in St. Johann. Produktionsabsprachen wurden getroffen. In St. Johann wurden in erster Linie Produkte für den Bau von Eisenbahnen hergestellt. In Beckingen bildete die Produktion von Schrauben den Schwerpunkt. Eine kontinuierliche wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung setzte sich bis zum 1. Weltkrieg fort. Im Jahr 1914 hatte der Betrieb eine Belegschaft von rund 900 Personen, die überwiegend aus dem Haustadter Tal stammten und in Beckingen einen Erwerb fanden. Jährlich wurden 18000 Tonnen Eisen und Draht zu ca. 70 Millionen Schrauben und 90 Millionen Muttern verarbeitet. Der Betrieb wurde mit seinen qualitativ hochwertigen Produkten in Deutschland führend, die Produkte der Karcher-Schraubenwerke gingen in die ganze Welt.
1911 wurde der Firmenname erneut geändert in Fr. Karcher, C. Roth & Cie. mbH. Nach dem 1. Weltkrieg (1914-18) wurde wegen der besonderen politischen Lage des Saargebietes der Handel mit großen Teilen Deutschlands erschwert. Aus diesem Grund wurde 1921 ein Tochterwerk in Waiblingen bei Stuttgart errichtet, um die Kundschaft in Süddeutschland versorgen zu können. 1918 legte Friedrich Bernhard Karcher die Geschäftsführung in die Hände seines Sohnes Bodo Karcher, der die Firma bis 1953 weiterführte. Auch in den folgenden Jahrzehnten blieb die Fabrik unter Leitung von Dr. Fritz-Henning Karcher, einem Enkel des Firmengründers, im Familienbesitz. 1980 wurde das Beckinger Werk zusammengelegt mit dem Bauer und Schaurte Werk in Neuss unter dem Namen "Bauer & Schaurte und Karcher". 1993 riss Saarstahl sein Tochterunternehmen BSK (Bauer, Schaurte, Karcher) mit in die Insolvenz, bis die Werke 1994 von der französischen Valois-Gruppe aufgekauft wurden. Auch nach der Übernahme brachten die Werke nicht den gewünschten wirtschaftlichen Erfolg ein, sodass Textron Fastening Systems die Firma 1996 übernahm und weiterführte.
2006 übernahm Platinum Equity die Unternehmungen der Textron Fastening Systems-Gruppe. Es wurde entschieden, den Konzern als Acument Global Technologies neu aufzustellen und die Firmierung der im Konzernverbund geführten Gesellschaften zu ändern. Die Textron Verbindungstechnik GmbH & Co.OHG firmiert künftig (ab Frühjahr 2007) unter Acument GmbH & Co.OHG.
| Lebensdaten: |
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| Friedrich Bernhard KARCHER, Geheim- und Kommerzienrat, Eisenfabrikbesitzer in Beckingen
* 22.10.1845 Saarbrücken + 28.03.1925 Beckingen Sohn von Philipp Gustav K. und Ernestine Melinka BÖCKING aus Saarbrücken |
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| oo 05.06.1873 Friedrichsthal | |
| Clara Adelheid SCHMIDTBORN * 01.04.1855 Friedrichsthal + 02.04.1918 Beckingen Tochter von Friedrich Robert S. und Sophie Ernestine Caroline KORN |
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| Kinder: | |
| 1. Elisabeth Anna * 16.02.1875 Beckingen + um 1954 Braunlage/Harz oo 29.09.1894 Beckingen Wilhelm Max Heinrich HEYE |
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| 2. Robert Paul * 03.08.1876 Beckingen + 17.11.1881 Beckingen | |
| 3. Guido Carl * 19.10.1878 Beckingen + 1952 Plön/Holstein
oo 05.04.1906 Kiel Minna Maria Catharina OLDEKOP |
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| 4. Kuno Wilhelm * 19.04.1882 Beckingen + 28.04.1894 Beckingen | |
| 5. Bodo Gustav * 21.02.1887 Beckingen + 26.04.1953 Heidelberg, begr. Beckingen
oo 16.09.1912 Saarbrücken Anna Katharina Alma KAYSER |
Friedrich Bernhard Karcher hat sich nicht nur große Verdienste um die wirtschaftliche Entwicklung des Haustadter Tales erworben, seine besondere soziale Einstellung verdient hohe Anerkennung und unterscheidet ihn von anderen Familienunternehmern seiner Zeit. Es ist erstaunlich, welche soziale Einrichtungen dieses vergleichsweise kleine Unternehmen zum Nutzen seiner Arbeiterschaft und der ganzen Region zu Wege brachte. Karchers Einstellung wird in folgendem Zitat deutlich, das gegen Ende seiner Schaffensperiode nach einem Konflikt mit Gewerkschaften aufgezeichnet wurde:
„Das Verhältnis zu den Arbeitern war das denkbar beste; ich darf wohl sagen, dass ich deren Vertrauen in reichstem Maße genoß, dass ich, der ich die Leute größtenteils von Jugend an kannte, ihr Ratgeber in fast allen persönlichen und privaten Angelegenheiten und jedem Einzelnen jederzeit zugänglich gewesen und ihm mit Opfern an Zeit und Geld zur Seite gestanden habe.”
Karchers allgemeine gesellschaftliche Achtung wurde mit Verleihung des Titels „Geheimer Kommerzienrat“ unterstrichen.
Die Aufwärtsentwicklung der Karcher-Schraubenwerke unter der Familie Karcher blieb nicht nur auf den innerbetrieblichen Rahmen beschränkt, sie prägte natürlich Beckingen und die umliegenden Orte in bedeutendem Maße. Für Beckingen selbst, das Haustadter Tal und andere umliegenden Gemeinden entstanden viele Hundert Arbeitsplätze, die den Menschen Arbeit und Brot brachten. Viele Familien waren über Generationen der Fabrik und der Familie Karcher verbunden. Nicht selten arbeiteten Vater und Sohn am gleichen Arbeitsplatz, an dem auch der Großvater schon gestanden hatte. 1885 entstand für auswärtige Arbeiter ein Arbeiterheim mit 100 Betten, verbunden mit einer Speiseanstalt. 1900 wurde das Heim auf 200 Betten erweitert. 1898 folgte die Errichtung eines Mädchenheims für auswärtige Arbeiterinnen, das 1903 auf 160 Betten erweitert wurde. Viele der auswärtigen Arbeiter ließen sich in Beckingen nieder, so dass die Bevölkerung dort im Vergleich zu den benachbarten Orten überdurchschnittlich anstieg. Beckingen wurde zur größten Gemeinde der damaligen Bürgermeisterei Haustadt, zum Sitz des Bürgermeisteramtes und später zum zentralen Ort der Großgemeinde mit den entsprechenden Institutionen. So war die Gemeinde Beckingen auch anfangs Trägerin unserer Schule, bevor sie in die Trägerschaft des Landkreises Merzig-Wadern überging.
Die betriebliche Sozialpolitik verhalf im Zeitraum 1888-1900 einer großen Anzahl von Arbeitern aus Mitteln der Arbeiter- und Beamtenpensionskasse zu einem eigenen Haus und begünstigte die Ansiedlung. Bis zum 1. Weltkrieg entstanden in Beckingen mit Hilfe günstiger Darlehen etwa 250 Häuser, hauptsächlich im
neuen Ortsteil Quatre Vents (Katterwann), also auch in dem Bereich, in dem unsere Schule liegt.
Beckingen erhielt 1894, als Friedrich Bernhard Karcher Gemeindevorsteher wurde, als erster Ort weit und breit eine Wasserleitung. Ein solches Projekt bedeutete zu jener Zeit etwas Außergewöhnliches und rief bei vielen Zeitgenossen Skepsis hervor.
Im Haustadter Tal erfolgte im 19. Jahrhundert die Trink- und Brauchwasserversorgung der Bevölkerung hauptsächlich über Brunnen und Bäche. Sauberes Trinkwasser war damit nicht gewährleistet. So verwundert das Auftreten von epidemischen Erkrankungen durch Sumpfwasser und unreines Trinkwasser nicht, zumal keine Kanalisation existierte. Typhusepidemien waren fast an der Tagesordnung. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung war Besorgnis erregend, mit begünstigt durch eine mangelnde medizinische und hygienische Versorgung. Neben Fortschritten in der Infrastruktur trug Friedrich Bernhard Karcher entscheidend zur Verbesserung dieser Situation bei.
Karcher baute 1898 ein neues Krankenhaus, das über 30 Betten verfügte. Es stand nicht nur Betriebsangehörigen, sondern auch der übrigen Bevölkerung zur Verfügung. Karcher übertrug die Leitung den Franziskanerinnen aus Waldbreitbach, die auch in allen anderen werkseigenen Sozialeinrichtungen tätig wurden, wie in der Kleinkinderverwahranstalt (Kindergarten), die 1913 auf Initiative seiner Tochter Anna Karcher errichtet wurde. 1907 wurde das Krankenhaus durch ein Isolierhaus ergänzt, 1913 folgte der Bau einer Dampfwaschanstalt.
1907 verfügte die Fabrik über folgende Sozialeinrichtungen: Krankenkasse, Arbeiter- und Pensionskasse, Beamtenpensionskasse, Heiratsgelder und Familienunterstützung, Dienstauszeichnungen, Arbeiterhäuser, Arbeiterheim und Speiseanstalt, Mädchenheim und Krankenhaus. Zur Förderung der Bildung seiner Arbeit errichtete Karcher eine Zeichenschule, eine Bibliothek sowie eine Näh- und Haushaltungsschule. Auch förderte er eine fabrikeigene Musikkapelle.
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Krankenhaus mit Schwesternheim |
Villa Karcher |
Friedrich Bernhard Karcher verkörperte als Fabrikbesitzer die Werte der damaligen Zeit. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts spielten Gewerkschaften nur eine untergeordnete Rolle. Gemäß den preußischen Tugenden war Karcher eine Autorität, die von ihren Arbeitern Gehorsam und Unterordnung verlangte. Zu jener Zeit existierte kein Recht auf einen auskömmlichen Lohn. Im Vordergrund von Karchers Betriebspolitik stand aus seiner sozialen Verantwortung heraus eine fürsorgliche Unterstützung der Arbeiterschaft, die zu einer besonderen Verbundenheit und Abhängigkeit zueinander führte. Es entstand ein sesshafter Arbeiterstamm. Bis 1924 wurden 265 Beamte und Arbeiter durch Überreichung eines Jubiläumsgeschenkes für 25- oder 50jährige treue Dienstzeit geehrt, eine im Verhältnis zur Höhe der Belegschaft bemerkenswerte Zahl. Die Arbeiter akzeptierten die väterliche Betriebspolitik ihres Dienstherrn. Ihre Ergebenheit wird besonders deutlich bei der Würdigung Karchers anlässlich des 25jährigen Betriebsjubiläum.
„Hochverehrter Herr Karcher! Unser geschätzter Herr und Arbeitgeber.
Heute werden es 25 Jahre, dass Sie lhre Tätigkeit an der Fabrik in Beckingen begonnen haben. 25Jahre sind eine lange Zeit und hier ist es eine Zeit, angefüllt mit Arbeiten und Sorgen, aber auch eine Zeit reichlichen Segens und glücklichen Erfolges. Denn ein Blick auf den Stand der heutigen Fabrik zeigt, dass Sie nicht umsonst gerungen und gearbeitet haben. Vorzüglich Ihrer rastlosen Thätigkeit und lhrer umsichtigen Leitung ist es zu verdanken, dass die Fabrik, welche beim Beginne Ihrer Wirksamkeit noch in recht bescheidenen Anfängen dastand, sich in verhältnismässig kurzer Zeit zur gegenwärtigen Blüthe entwickelt und eine solche Ausdehnung angenommen hat, dass sie vielen Hunderten aus Beckingen und Umgegend lohnende Arbeit bietet. Indess Arbeit und Verdienst ist nicht das einzige, was Sie Ihren Arbeitern geboten haben. Bei aller Festigkeit des Charakters zeugte Ihre Behandlung der Arbeiter stets von Milde und Menschenfreundlichkeit. In der leutseligsten Weise verstanden Sie es, mit Ihren Arbeitern zu verkehren, und es ist der Beobachtung derselben nicht entgangen, wie auch der geringste unter den Arbeitern stets ein geneigtes Ohr bei Ihnen fand, wenn er Ihres väterlichen Rathes in seinen Privatangelegenheiten bedurfte, und auch Ihrer Hilfe nicht entbehrte, wenn diese Hilfe in Ihrer Macht stand. Natürlich sind bei den Arbeitern auch Fehler, manchmal solche, welche einer ernstlichen Rüge bedürfen. Aber auch hier konnten alle Einsichtsvollen bemerken, wie Ihnen das Strafen schwer wurde, und dass, wenn Strafe erfolgen musste, es nicht die strafende Hand eines zürnenden, sondern eines liebenden Vaters war. So haben sich denn unter Ihrer umsichtigen und menschenfreundlichen Leitung die Arbeitsverhältnisse in Beckingen zu recht angenehm gestaltet, und die Arbeiter sind Ihnen um so mehr zur Dankbarkeit verpflichtet, weil Sie in Ihrer liebevollen Fürsorge auch den Fall der Noth, der Krankheit und Arbeitsunfähigkeit ins Auge gefasst haben, damit der Arbeiter ruhig und getrost der Zukunft entgegensehen könne. Davon zeugen die Wohlfahrtseinrichtungen, welche mit der Fabrik verbunden sind und namentlich auch Ihr neuer Plan, welcher ja nun bald der Ausführung entgegensieht, nämlich die Errichtung eines Hospitals. Dieses alles dankbar anerkennend bringen an Ihrem Ehrentage die besten und herzlichsten Glück- und Segenswünsche dar und empfehlen sich auch für die Zukunft Ihrem väterlichen Wohlwollen.
Ihre treuen Arbeiter"
Quellen:
a) KELL Johann Heinrich: Geschichte des Kreises Merzig. Merzig 1925.
b) NIEDERKORN, Hermann: Die Geschichte von Beckingen. Merzig 1951.
c) 150 Jahre Amt Beckingen 1816 – 1966. Die Geschichte des Amtes und seiner Gemeinden. Beckingen 1966.
d) 100 Jahre Karcher. Festschrift der Karcher-Schraubenwerke. Beckingen 1969.
e) HENRICH Christine, SILVANUS Monika; URHAHN Martin, SCHOMMER Volkmar: Beckingen im Wandel der Zeit. Eine Darstellung der Geschichte und Gegenwart der Gemeinde Beckingen und ihrer Gemeindebezirke. Beckingen 1991.
f) KARCHER, Georges/KIRCHNER Fritz: Die Familie Karcher aus dem Saarland.
Saarbrücken 1979
g) Privatarchiv Horst-Dieter Göttert, Beckingen