Schüler des Collège Holderith aus Farébersviller zu Gast bei der Erweiterten Realschule Beckingen

Spannung und Freude waren groß, als der Bus mit dem französischen Autokennzeichen an der Erweiterten Realschule in Beckingen vorfuhr. Elodie! Jens! Vincent! Anna! Florence! Markus! Es dauerte bis sich alle Partner gefunden hatten. Etwas verhalten war dann die ganz persönliche Begrüßung. Auch wenn alle Mädchen und

Jungen sich erst mal nicht trauten draufloszureden, war doch allen die Freude des Wiedersehens in den Gesichtern abzulesen. Begrüßt wurden die französischen Gäste mit ihren Begleiterinnen, Hutchen, Mroz, Gillet und Wagner gleich mit einem Chanson, dass der Schulchor unter Leitung der Lehrerin Marianne Becker vortrug. Der Schulleiter Werner Heilmann meinte, dass es höchste Zeit gewesen sei, sich wiederzusehen, denn es sei ja schon ein halbes Jahr vergangen, seit die Beckinger Schüler zum ersten Mal in Farébersviller zu Gast waren. Mit einer so jungen Partnerschaft sei es schließlich wie mit einem jungen Pflänzchen, das gehegt und gepflegt werden will, wenn es dann gedeihen soll. In diesem Sinne wünschte er den Gästen viele neue Erfahrungen und die Vertiefung der begonnenen Freundschaften.

Beim anschließenden Empfang der französischen Gäste im benachbarten Rathaus wurden die jungen Franzosen vom Bürgermeister der Gemeinde, Manfred Peter, willkommen geheißen. Er stellte ihnen die Gemeinde mit ihren Ortsteilen vor. Anschauliches Prospektmaterial wurde ihnen überreicht, damit sie auch zu Hause „im Lothringen" viel über Beckingen zu berichten hätten. Zum Unterrichtsbesuch ging es dann anschließend mit ihren Freunden aus den Klassen 7mc, 7md und 8md. Hier konnten die

 Schüler aus dem Nachbarland selbst herausfinden wie sich der Unterricht in Deutschland gestaltet, ob sie in Frankreich mehr lernen müssen und ob die deutschen Lehrer strenger sind als die französischen. „Aujourd'hui, nous avons peu de cours!" rief begeistert Rémi. Er weiß wovon er spricht, denn in Frankreich, so erinnerten sich auch gleich die Beckinger Schüler, reicht ein Unterrichtstag doch weit in den Nachmittag hinein. Inzwischen nutzten die französischen Lehrerinnen die Gelegenheit, sich mit den Beckinger Kollegen, Mechthild Fahs-Bleses, Helmut Paul und Wolfgang Reget auszutauschen und das deutsche wie auch das französische Schulsystem unter die Lupe zu nehmen. Dabei wurden auch weitere gemeinsame Pläne geschmiedet. Unter anderem soll im Sommer ein gemeinsamer Ausflug stattfinden, „Tschüß" und  „ A bientôt" hieß es dann nach dem gemeinsamen Mittagessen. Bis zu einem Wiedersehen versprach man sich, durch viele viele Briefe und E-Mails in Kontakt zu bleiben.