..... hatten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a und 7d der ERS Beckingen zum Abschluss des Schuljahres 2001 im Biologieunterricht bei einer Waldführung der besonderen Art.
So wurden Bäume mit verbundenen Augen abgetastet und mussten daran, wie sich ihre Borke anfühlt, wiedererkannt werden. Dabei lernten die Schüler, dass sich die dickere, schützende Borke der Eiche wärmer anfühlt als die mit ihrer höheren Feuchtigkeitsabgabe kühlender wirkende Borke der Buche.
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Im Schatten einer riesigen, mehrhundertjährigen Eiche „begriff“ man den Kronen- und den ihm entsprechenden Wurzelumfang des Baumes, indem sich alle Schüler der Klasse im Kreis aufstellen und bei den Händen fassen mussten – erst jetzt war die richtige Größe erreicht. Dann wurde andächtig der Schilderung ökologischer und ökonomischer Daten gelauscht (Wasseraufnahme: 400 – 500 l/Tag, Geschwindigkeit des tatsächlich hörbaren Wasserstromes: 160 km/h, ständige Sauerstoffproduktion für 20 –25 Menschen, Wert pro Festmeter: 3.000 – 5.000,- DM ...).
Ein Hockeyspiel diente der Auffrischung der Artenkenntnisse. Zwei Spieler, die beblätterte Baumzweige richtig erkannten, durften mit bereitliegenden Stöcken und einem Tannenzapfen als „Ball“ ein Duell um das erste Tor austragen. Während der Matches verglich unser Waldführer Eigenschaften der Bäume mit Bildern aus der Welt des Fußballs und verankerte sie damit im Gedächtnis der Schüler: es gibt Gastspieler wie die amerikanische Douglasie, Bäume mit hohem Einkaufswert wie die Eiche, tiefe Wurzeln entsprechen langen Stollen, Erstbesiedler, wie die Robinie stehen als erste auf dem Platz, Erlen bevorzugen einen nassen, für andere unbespielbaren Rasen ...
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Das Highlight für die Klasse stellte die nächste Station in diesem Waldparcours dar. An einem Hang galt es in einem Gruppenwettbewerb einen etwa 10 m langen Rollkanal für eine Bocciakugel zu graben. Er sollte eine Schanze und einen Tunnel sowie eine frei wählbare Konstruktion, bei der die Kugel ein Fundobjekt aus dem Wald in Bewegung versetzten musste, umfassen. - Es war erstaunlich, mit welcher Hingabe die Schüler diese „handwerkliche“ Aufgabe meisterten.
Gemeinschaftliche Gestaltungskräfte und Gedächtnisleistung verlangte uns abschließend noch die Aufgabe ab, einen vorgegebenen leeren Rahmen aus Astwerk mit dem Porträt eines Rehs, das als Blattmosaik anzufertigen war, zu schmücken. Der Beitrag eines jeden Schülers bestand darin, genau 5 verschiedene Blätter zu suchen und einzupassen, die zuvor nur kurz gezeigt worden waren.
Zu verdanken war das erfrischende Lernerlebnis, das die Schüler sogar die Pausen vergessen ließ, einem Angebot der Forstverwaltung (Herr Dincher) an die Schule. Die Leitung der Veranstaltung hatte an diesem Tag Herr Herzog, Forstwirt im Gemeindeforst und freiberuflich als Waldpädagoge tätig, übernommen, bei dem wir uns an dieser Stelle nochmals für die engagierte Durchführung bedanken möchten.