Die elektronischen Medien bestimmen immer mehr den Unterricht. Mit einer neuen Anlage macht die Erweiterte Realschule Beckingen wichtige Schritte ins Internet – Zeitalter. Vom 8088er PC mit 604 Kilobyte (KB) Arbeitsspeicher unter DOS über 386er Rechner mit vier Megabyte (MB) Ram zum jetzt von Landrat Michael Kreiselmeyer übergebenen serverbasierten Netzwerk in 100-Megabyte-Technik mit zehn Multimedia-Arbeitsplätzen reicht die zehnjährige Geschichte der Informationstechnischen Bildung in Beckingen und zeigt die rasante Entwicklung der neuen Medien. Seit 1989, so der zur Zeit mit der Schulleitung beauftragte Konrektor Werner Heilmann, habe man in Beckingen anfangs gegen manche Bedenken der Informationstechnik im Unterricht breiten Raum gegeben, konsequent alle Schülerinnen und Schüler mit der Bedienung des Computers vertraut gemacht und zur sinnvollen Nutzung der neuen Medien angehalten. Waren es ursprünglich die klassischen Bereiche der Textverarbeitung, der Tabellenkalkulation und der Datenbank sowie der Einsatz des PC zum Steuern und Regeln, so bestimmen in den letzten Jahren zunehmend Multimedia und Internet sowohl Alltag als auch Unterricht von Schülerinnen und Schülern. Diesen Anforderungen konnte die alte Anlage nicht mehr gerecht werden, und so freut man sich in Beckingen, die mit erheblichem finanziellen Engagement des Landkreises erstellte Anlage offiziell in Betrieb nehmen zu können. Dank guter Kooperation mit der Schulabteilung des Landkreises, technischen Beratern der Kreisverwaltung und dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien wurde die leistungsfähige Anlage noch vor den Sommerferien durch einheimische Firma installiert. So konnten im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften lang gehegte Projekte wie die schuleigene Homepage oder der Internet-Treff zur Freude von Schülern und Lehrern bereits in Angriff genommen werden. Weitere Vorhaben, wie die Suche nach Partnerschulen im Ausland, sind in Vorbereitung. Manche Aktivitäten (AG‘s, Börsenspiel, Internet-Treff) müssen nachmittags stattfinden, da der Computerraum bei 17 Klassen vormittags voll belegt ist. Für computergestützten Unterricht mit Lernprogrammen oder die Einbindung des Internets mit den Facetten Informationsbeschaffung, E-mail und Diskussionsforen fächerübergreifend im Unterricht sind bereits Absprachen erforderlich und Einschränkungen unvermeidbar. Mit der jetzt übergebenen Anlage kann die ERS Beckingen erste wichtige Schritte ins Internet-Zeitalter tun. Die Entwicklung schreitet voran. In Beckingen, so die erklärte Absicht, wird man mit Eigenverantwortung und Initiative dem Rechnung tragen, sich den Herausforderungen an Schule und Unterricht stellen und dabei auf weitere Unterstützung durch den Schulträger vertrauen.
„Übergabe eines dritten Computerraumes bei der Erweiterten Realschule Beckingen!" Das war eine gute Nachricht für Schulleiter Werner Heilmann, das Kollegium und Schulelternsprecher Michael Große-Beck.. Auf den Weg gebracht hatte diese Ergänzung mit weiteren 10 Computern Siemens-Repräsentant Oliver Grim, verantwortlich als „Sales Manager Services" für „Products and Systems". Seine Tochter Romina Grim-Heinig hatte ihren Klassenlehrer Helmut Paul auf diese „Siemens-Verbindung" angesprochen. Grim hortete daraufhin ausgediente PCs und sorgte zusammen mit Siemens-Repräsentant Sigurd Remm, „Section Leader" für Systemservice, für Innenausrüstungen auf neuestem Stand. „Innen alles Siemens", beteuerte er bei der Übergabe. Mit eingebunden in das Projekt war auch die Firma Schmid. Zum Anlass der Übergabe war auch der Schulträger zur Stelle, Landrat Michael Kreiselmeyer, sowie Dezernent Franz-Josef Wagner und Berthold Pinter, Abteilungsleiter des Kreis-Schulamtes. „Es dürfte auch im Interesse von Siemens sein, den Nachwuchs früh auf den Computerpfad zu bringen", scherzte der
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Landrat mit Blick auf die „Greencard". „Uns, dem Schulträger, tut diese Unterstützung gut, denn in den letzten Jahren sind wir auch Träger der Gymnasien geworden. Das hat uns finanziell sehr viel abverlangt. Denn was wir vom Land bekommen, reicht nicht. Wir haben für Anbauten und bessere Ausstattung 20 Millionen Mark investiert." Das Lob, das er der Computer-Idee zollte, galt insbesondere Klassenlehrer Helmut Paul. Der Schulträger wollte in Sachen Engagement nicht nachstehen und übernahm es, die „Kabelschlangen" in der Schule zu installieren. Damit soll die Vernetzung sicher gestellt werden. Die sei zwar noch nicht komplett, aber als nächstes Ziel anvisiert worden. Schulleiter Werner Heilmann untermauerte dieses Engagement mit dem Hinweis: „Ein Großteil unseres Kollegiums hat in Eigeninitiative den Computer-Führerschein gemacht!" Vor zwei Jahren wurde bereits das PC-Angebot in der Schule auf den neuesten Stand gebracht, im vergangenen Jahr kamen „zehn Bewegliche" dazu: nämlich Laptops, die unabhängig vom CP-Raum benutzt werden können. Schulleiter Heilmann betonte: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, sind jetzt komplett und auf dem neuesten Stand. Und im Lehrerkollegen Wolfgang Reget haben wir einen besonderen Fachmann für Homepages." Große Anerkennung zollte Elternsprecher Michael Große-Beck der Schule mit den Worten: „Die Angebote im Internet sind groß. Schulleiter Heilmann und sein Kollegium gehen diese Dinge goldrichtig an!" Und Oliver Grim ergänzte mit Blick auf das Computerzeitalter: „Das ist die Zukunft: der Computer ist die größte Baustelle der Welt."