Dieser Satz, aus dem Mund des 95jährigen Zeitzeugen Alex Deutsch, ging den Schülerinnen und Schülern der anwesenden Klassen der Friedrich-Bernhard-Karcher-Schule durchs Herz. Betroffenheit und Mitgefühl machten sich breit als Herr Deutsch in seinem Vortrag am 18.06.2009 seine Lebensgeschichte erzählte.
Als in den Dreißiger Jahren in Deutschland lebender Jude traf ihn die gesamte Wucht des Naziregimes. 1943 kam er nach Auschwitz, verlor dort Frau und 2jährigen Sohn. Der Hass und die Sehnsucht dieses Vergehen am Leib und Leben seiner Lieben zu rächen, ließ ihn die Qualen der Gefangenschaft überleben.
Seither ist vieles geschehen; Alex Deutsch hat durch die Erkenntnis, dass Hass ihm den Verlust nie ersetzen wird, in der Vergebung Frieden gefunden. Immer wieder treibt ihn das Erlebte in die Begegnung mit Menschen, besonders mit der jungen Generation und er hat nur eine Botschaft: „Lasst Euch nicht hintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen! Lernt, miteinander zu leben, nicht gegeneinander (vgl. Alex Deutsch: „Ich habe Auschwitz überlebt“. 2001, S.24)!“
Der Besuch des Zeitzeugen hat Aussagen aus Geschichtsbüchern zum Leben erweckt, die beteiligten Schüler kamen hautnah mit einer Thematik in Berührung, die auch heute nichts von ihrer Brisanz verloren hat. Ein Folgetermin im nächsten Schuljahr ist in Planung.
Die Veranstaltung wurde durch Gelder des Bundesprogramms 'Vielfalt tut gut' finanziert.
