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In der katholischen Pfarrkirche St. Leodegar Düppenweiler präsentierte der Projektgospelchor der Friedrich-Bernhard-Karcher-Schule Beckingen unter der Leitung von Marianne Becker „Our father in heaven”. Dahinter verbirgt sich eine symphonische Rhapsodie über das Spiritual „Sometimes I feel like a motherless child” für Solosopran (Jessica Quinten), Chor, Streichensemble und Bigband. Im Projektgospelchor, der im Rahmen des kulturellen Praktikums 2002 an der Schule entstanden war, vereinigen sich rund 50 Musiker ortsansässiger Vereine, des Schulchores sowie Eltern und Freunde der Schule.
Zum Stück: Gössler verbindet in „Our father in heaven” klassische Stilelemente mit modernem Jazz. „Seine Cross-Over-Musik macht geschulten Kennern und musikalischen Laien gleich viel Spaß”, berichtet Marianne Becker über die Proben, die seit einem halben Jahr laufen. Dort war in den vergangenen Wochen bereits die überwältigende Klangfülle des Stückes zu hören, als 50 Sänger sowie 30 Instrumentalisten mit Pauken, Trompeten, Posaunen, Saxophonen, Vibraphonen, Klavier, Schlagzeug und Streichern Musik machten. In Düppenweiler hat das Werk am Sonntag Saarlandpremiere, der Eintritt ins Konzert ist frei. Spenden werden gerne entgegen genommen. Zu wahren Begeisterungstürmen ließen sich die Zuhörer nach der Uraufführung im Jahr 2002 hinreißen, bei seiner Deutschlandpremiere in Wildeshausen wurde das Stück geradezu frenetisch gefeiert.
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„Our father in heaven” behandelt das Thema Einsamkeit in der modernen Kommunikationsgesellschaft. Denn obwohl mit Computer und Handy die Möglichkeiten der Kommunikation stets verbessert würden, vereinsamten mehr und mehr Menschen.
Die Kirche biete Platz für Gespräche und den Rückzug aus der Hektik. Als wiederkehrendes Motiv dient in der symphonischen Rhapsodie das bekannte Spiritual „Sometimes I feel like a motherless child”. Im ersten Satz werden Einsamkeit und Hektik beschrieben. Der Chor singt ruhige Melodien, die Solistin trägt das Spiritual als Klagelied vor. Auch der zweite Satz beginnt düster. Mit der Erkenntnis, dass Gott der Weg sein kann, wird der Wendepunkt im Stück eingeleitet. Im dritten Satz weicht die Klage der hoffnungsvollen Melodie, und im vierten Satz kommt es zum schwungvollen Finale mit fröhlichen Rhythmen.
Musiklehrerin Marianne Becker berichtet in der Probe, wie die Zusammenarbeit mit den Vereinen zustande kam. Nach den Männerchören Concordia und Frohsinn Beckingen, den Kirchenchören Beckingen und Saarfels, dem Merziger Liederkranz und der Zusage des Lücknerchors konnte 2002 das Projekt starten. Lehrer, Schüler, Familien, sangesfreudige Bürger gesellten sich schnell zum Chor dazu, Teile des vereinigten Blasorchesters Beckingen folgten, zudem Freunde aus dem Pachtener Blasorchester und dem vereinigten Kammerorchester Merzig. Zur Aufführung der ersten Messe im Herbst 2002 gesellten sich Profimusiker hinzu. 2003 folgten drei weitere Konzert in Hüttersdorf, Merzig und Berlin. 2004 wurde die „Mass of Joy” erfolgreich in Beckingen und auch in Merchingen aufgeführt.