Erste Hilfe als Schulfach an der ERS Beckingen (10.2002)

Selten, dass Lehrer und Schüler gemeinsam die Schulbank drücken, doch beim Startschuss für die Erste-Hilfe-Ausbildung an der ERS Beckingen war das zunächst der Fall. Der Lehrgang wird von Ausbilder Reinhold Gehl im DRK-Heim an der Grundschule geleitet. Nach diesem Kurs, an dem auch ein Lehrer und eine Schulbedienstete teilnehmen, ist ein weiterer Ausbildungsblock von etwa 15 Stunden geplant. Die Hausmeister der Beckinger Schulen sind bereits in Erster Hilfe unterrichtet; eine Ausbildungserweiterung ist hier angestrebt. Der Schulsanitätsdienst ist dem Jugendrotkreuz des Kreisverbandes Merzig-Wadern angegliedert.
„Durch die fundierte Ausbildung sollen die Schüler in der Lage sein, im Falle eines Unfalls sofort Erste Hilfe leisten zu können, Gefahrenpotenziale zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken", sagt Reinhold Gehl. Auch werde das Verantwortungsbewusstsein der Jugendlichen für sich und ihre Mitschüler geschärft.
In einer gemeinsamen Übung von Schulsanitätsdienst der ERS Beckingen, DRK Beckingen und der Beckinger Freiwilligen Feuerwehr konnten die erworbenen  Fähigkeiten unter Beweis gestellt werden. Auf dem Schulhof der ERS fand im Beisein der Schulleitung, aller Lehrer/innen, Schüler/innen und der Verantwortlichen von DRK und Feuerwehr eine groß angelegte Übung statt, wobei unter real nachgestellten Bedingungen das perfekte Zusammenspiel aller Hilfsorganisationen reibungslos funktionierte.

Ferien für Erste Hilfe-Schein genutzt

Jugendliche aus Beckingen lernten in einem Zwei-Tage-Kurs Erste Hilfe.

Zwei Tage sinnvolle Ferienbeschäftigung hatten sich Jugendliche in Beckingen ausgesucht, indem sie beim DRK einen Erste-Hilfe-Schein machten. Bei DRK-Ausbilder Reinhold Gehl hatten sich über 30 junge Menschen für einen solchen Lehrgang gemeldet, dessen Unterrichtsstoff weit über die zum Erwerb des Führerscheins erforderlichen Sofortmaßnahmen am Unfallort hinausging. Die Jugendlichen kommen zum größten Teil von der ERS Beckingen, wo die diesjährigen Abschlussklassen des Haupt-  und Realschulzweiges (75 Schüler) zum Ende des Schuljahres bereits einen solchen Erste-Hilfe-Schein erworben hatten.

Erfolgreicher Schulsanitätsdienst

Die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes wird nachdrücklich vom Schulleiter der ERS, Werner Heilmann, unterstützt. An seiner Lehranstalt wurden vor einem Jahr ein vom DRK-Kreisvorsitzenden Alfred Ballen und Geschäftsführer Erich Helfen geförderter und mit Sachmitteln ausgestatteter Schulsanitätsdienst eingerichtet. Hier wurden von Ausbilder Gehl bisher 20 Schülerinnen und Schüler in Erster Hilfe ausgebildet. Die Jugendlichen wurden in Gruppen eingeteilt, die während des gesamten Schultages zur Ersten Hilfe bereit stehen. Mit diesem Schulsanitätsdienst ist die Erweiterte Realschule Beckingen über den Landkreis hinaus Vorreiter und vor allem Vorbild.

Helfen ist toll - aber wir machen mehr

(18. - 20.06.2004 Robinsondorf Neunkirchen)
Das Treffen von vier Schulsanitätsdienstgruppen aus dem Saarland diente dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch von Erfahrungen. Entsprechende Kennenlernspiele und ein gemeinsames Grillen eröffneten die Wochenendveranstaltung bei sommerlichen Temperaturen. Bei den Spielen standen vor allem lebenspraktische Fähigkeiten, Kooperation und Verantwortungsbewusstsein im Vordergrund.  
Am Samstag absolvierten die Schulsanis fünf verschiedene Workshops mit Themen aus der JRK-Arbeit. Ein Workshop stand unter der Leitung von Lukas Wallrich, eines Schulsanitäters des Ludwigsgymnasiums in Saarbrücken. Er informierte seine „Kollegen" über die neue Kampagne des Jugendrotkreuzes zum Thema „Kinder- und Jugendarmut" („Armut - schau nicht weg!"). Die Schulsanis entwickelten gemeinsam Ideen, wie sie in der Schule auf das Thema aufmerksam machen können. In einem weiteren Workshop ging es rund um das Thema „Öffentlichkeitsarbeit". Die Teilnehmer lernten von Anne Weinland, wie Zeitungsartikel geschrieben werden und wie man mit einfachen Methoden öffentlichkeitswirksam Themen präsentieren kann. 


Des weiteren stand mit Tatjana Nilius und Nicola Lehberger eine Reise durch die Geschichte de Roten Kreuzes auf der Programm. Über den Gründer Henry Dunant bis hin zu den Genfer Abkommen konnten die Schulsanis mit kreativen Methoden, wie etwa einem Zeitstrahl, neues Wissen erlangen.
Was man mit Theaterschminke so alles machen kann, zeigte Matthias Gaab. Die Schulsanis lernten hier, wie man fachmännisch Wunden schminken kann. Natürlich war auch „Erste Hilfe" ein Thema. Die Schulsanis wiederholten mit Christoph und Albert Blechschmitt verschiedene Erste-HilfeMaßnahmen. Nach den Anstrengungen des Tages stand ein eher ruhiger Abend mit Gesellschaftsspielen und Filmen auf dem Programm.
Am Sonntag traten die Schulsanis in einem Stationenlauf gegeneinander an. An fünf verschiedenen Stationen konnten sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und neues Können erwerben. So war beispielsweise Kreativität gefragt: Die Schulsanis sollten vor dem Hintergrund der Kampagne „Armut - schau nicht weg!" aus Müll taugliche Spielsachen entwerfen.

Weitere Stationen beschäftigten sich mit rotkreuzspezifischem Wissen,  Geschicklichkeit, Sport und sozialen Fragen. Eine Mädchengruppe mit Schulsanitäterinnen der Erweiterten Realschule Friedrichsthal (Katrin Hoffmann, Jessica Bäcker) und der Erweiterten Realschule Beckingen (Veronika Riveros-Sanchez, Natalie Turner, Lisa Becker) erreichte den ersten Platz. Uwe Ehm, der stellvertretende JRK-Landesleiter, überreichte den Gewinnerinnen einen Wanderpokal, der jetzt für ein halbes Jahr an der ERS Beckingen verbleibt und danach der ERS Friedrichsthal übergeben wird. Diese bringen den Pokal dann wieder zum zum Schulsani-Treffen 2005.
„Nächstes Jahr kommen wir auf jeden Fall wieder!", versicherte Veronika Riveros-Sanchez aus Beckingen.