Die Klasse 10 der Sekundarschule Beckingen besuchte am Freitag, dem 24.09.1999 die Anne-Frank-Ausstellung - eine Geschichte für heute - im Saarbrücker Rathaus St. Johann. Nach einer ausführlichen Einführung über das Leben der Anne Frank durch Frau Stern vom Adolf-Bender-Zentrum wurde ein Film über die damaligen Lebensverhältnisse im Nationalsozialismus gezeigt.
Anne Frank wurde 1929 in Frankfurt/Main als Tochter eines jüdischen Bankiers geboren. 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte sie mit ihren Eltern nach Amsterdam, wo sich die Franks seit Juli 1942 in den abgeriegelten Hinterzimmern eines Bürogebäudes versteckten, um der Verhaftung der deutschen Besatzungstruppen zu entgehen. Im August 1944 wurde ihr Versteck entdeckt . Anne starb im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. In den beiden Jahren ihres Amsterdamer Versteckes führte sie in Form von Briefen an ihre fiktive Freundin Kitty ein Tagebuch über ihr Leben in der Abgeschiedenheit, das zu den eindringlichsten Dokumenten jüdischer Schicksale im Dritten Reich gehört.
In der eigentlichen Ausstellung wurde ihr Leben im zeitgeschichtlichen Kontext anhand von interessanten Bildern und Texten dargestellt, ergänzt durch zahlreiche Berichte von Zeitzeugen. Diese gelungene Ausstellung verdeutlichte den Schülern, wie es den Juden damals ergangen war. Eine allgemeine Betroffenheit machte sich bei den Besuchern breit. Es dürfte allen bewusst geworden sein, dass eine solche Diktatur sich niemals wiederholen darf. Begriffe wie Diskriminierung, Rassismus, Völkermord oder Asyl machen aus der Anne Frank Ausstellung eine Geschichte für heute.